Mit Methoden des „Experience Design“ Lehre gestalten

Anfang des kommenden Jahres biete ich gemeinsam mit J. Moritz Müller eine hochschuldidaktische Veranstaltung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) an. Unser Ziel ist Design-Methoden und Lehrveranstaltungsplanung zusammen zu denken. Der Titel der Veranstaltung lautet: „Mein Seminar als Erlebnis. Mit Methoden des ‚Experience Design‘ die Präsenz- und Online-Lehre gestalten„. Aus der Veranstaltungsbeschreibung:

Wie kann meine Veranstaltung zu einem positiven (Lern-)Erlebnis für die Studierenden werden? Wie kann ich sowohl Präsenzlehre, als auch E-Learning-Anteile lernendengerecht aufbereiten? Wie gewinne ich einen anderen Blick auf meine Lehrveranstaltung und kann kreativer an meine Lehrveranstaltungsplanung heran gehen? Diese und weitere Fragen werden gemeinsam in diesem Workshop bearbeitet.

Der Kurs macht Sie mit Designprozessen und deren Eignung für pädagogisch-didaktische Abläufe vertraut. Sie lernen Begriffe und Methoden des „Experience Design“ kennen und wenden diese auf die Lehrveranstaltungsplanung an. Experience Design beschreibt die Gestaltung von positiven Erlebnissen, beispielweise bei der Nutzung von Gegenständen, Software oder auch Dienstleistungen. Diese Erlebnisorientierung werden wir auf die Interaktion von Studierenden mit Ihrer spezifischen Lehrveranstaltung übertragen.

Ziel ist eine konsequente Lernendenorientierung bei der Gestaltung der einzelnen Elemente Ihrer Veranstaltung. Durch eine entsprechend kreative didaktische Gestaltung sollen aber nicht nur positive Lernerlebisse auf Studierendenseite sondern auch Ihnen positive Lehrerlebnisse ermöglicht werden. Dazu wird das Lehrumfeld Hochschule analysiert und es werden dort gezielt Gestaltungsspielräume identifiziert.

Im ersten Teil der Veranstaltung steht die Zielgruppe der Studierenden im Vordergrund. Sie finden heraus, wie Sie positive Lernerlebnisse definieren können. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Phase des Studieneinstiegs, die besondere Herausforderungen mit sich bringt, da Lernende von schulischen Lernprinzipien zu Lernhaltungen wechseln sollen, die ihrem Fach angemessen sind. Sie nähern sich Ihren Studierenden indem Sie zum einen an Ihren Erfahrungen mit den Studierenden und deren Schwierigkeiten im Lehralltag angeknüpften, zum anderen indem Sie Ihre eigene Zielgruppe „beforschen“.

Dies geschieht im zweiten – individuell gestaltbaren Praxisteil – des Workshops, zwischen den beiden Präsenzterminen. Hier werden Sie Mini-Evaluationen/kleine Forschungsaufgaben mit Ihren Studierenden durchführen, um deren Motivationen, Bedürfnisse und Probleme zu analysieren. Dabei sollen Bedingungen und Einschränkungen für erfolgreiche Lernerlebnisse aus studentischer Sicht beleuchtet werden.

Die Ergebnisse werden im dritten Teil der Veranstaltung ausgewertet. In der sich anschließenden Ideenfindungs-Phase generieren Sie gemeinsam Lösungen für die identifizierten Probleme und Ansätze zur Optimierung von Lehrveranstaltungen und konzipieren deren Umsetzung im Alltag. Die Gestaltung kann sowohl Werkzeuge und Methoden für die Präsenz- wie auch die Online-Lehre umfassen.

Intendierte Lernergebnisse:

Sie sind nach dem Workshopbesuch in der Lage,

  • didaktische Gestaltungsspielräume in der Präsenz- und Online-Lehre zu identifizieren
  • Designprozesse und zugehörige Methoden für Forschung, Analyse, Ideengenerierung und Gestaltung zu benennen
  • Studierenden-Feedback aus Lehrveranstaltungen in Gestaltungsansätze umzusetzen.

Hinweis:

Diese Veranstaltung ist mit 16 AE im Kompetenzfeld „Innovation“ auf das Zertifikat für professionelle Hochschullehre des Hochschuldidaktischen Netzwerks Mittelhessen (HDM) anrechenbar.

Weitere Informationen und die Anmeldung für Dozierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JLU ist auf der Seite des Kompetenzzentrums Hochschuldidaktik der JLU zu finden.

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