Hochschuldidaktik-Workshops

Ich freue mich, im September an zwei Kursen mitwirken zu können, die das Hochschulrechenzentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) im Rahmen des Hochschuldidaktischen Netzwerks Mittelhessen (HDM) anbietet. Das HDM ist eine Kooperation zwischen der Philipps-Universität Marburg, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der JLU. Der Verbund hat das Ziel, allen Lehrenden ein hochschuldidaktisches Weiterbildungsangebot standortübergreifend zur Verfügung zu stellen. Einer unserer Workshops bietet einen Einstieg in das Thema E-Learning, der andere möchte den Teilnehmenden eine etwas andere Perspektive auf dieses Thema vermitteln.

1. Ein Perspektivwechsel: Lehrmaterialien und E-Learning aus Sicht beeinträchtigter Studierender

Eintägiger Workshop gemeinsam mit Dr. Steffen Puhl am 10.09.2015

Aus der Veranstaltungsbeschreibung:

„Gut 15 % der Studierenden an unseren Hochschulen sind in irgendeiner Weise beeinträchtigt und somit tagtäglich mit Barrieren konfrontiert, die den Studienerfolg gefährden können. Mit Blick auf die Sicherstellung einer diversitätsgerechten Hochschullehre ist daher „Inklusion“, verstanden als die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung am Lehralltag, ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Hochschullehre geworden.
Damit Lehrende in ihren Lehrveranstaltungen auf die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung besser eingehen können, werden die Teilnehmenden des Workshops für Aspekte von Barrierefreiheit sensibilisiert. Um sich in die entsprechenden Studierenden hinein versetzen zu können, wird – zumindest an Computern und mobilen Geräten – ein Perspektivenwechsel vollzogen, indem z.B. versucht wird, einmal „blind“ zu lernen. Dabei werden Lehrmaterialien in verschiedenen Formaten, Webseiten und E-Learning-Angebote berücksichtigt. Ein Schwerpunkt des Workshops liegt auf elektronisch gestützten Lehr-Lernformaten, in deren Rahmen Studierende nicht nur Rezipienten von Informationen sind, sondern auch selbst Inhalte produzieren. Diese Formate werden von den Teilnehmenden selbst ausprobiert, um den anschließenden Transfer in den eigenen Lehralltag zu erleichtern.“

Intendierte Lernergebnisse

Die Teilnehmenden sind in der Lage,

  1. Hürden beeinträchtigter Menschen, die für Nichtbetroffene häufig nur schwer nachvollziehbar sind, einzuordnen
  2. mit digitalen und didaktischen Barrieren in Lehrmaterialien, Web- und E-Learning-Angeboten bewusst umzugehen
  3. technische Hilfsmittel, wie z.B. Screenreader für blinde Studierende, zu benennen
  4. die Problematiken bei der eigenen Gestaltung barrierearmer Online-Angebote zu erfassen
  5. Ideen und Konzepte für diversitätsgerechte Informationsangebote und E-Learning-Szenarien in der Hochschullehre zu entwickeln

2. E-Learning Grundlagen. Szenarien und Instrumente für die Lehre

Zweitägiger Workshop gemeinsam mit Dipl.-Psych. Ralf P. Frenger am 21./22.09.2015

Aus der Veranstaltungsbeschreibung:

„Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende mit PC-Erfahrung (PowerPoint, Internet, Medienformate sind bekannt) und bietet anhand folgender Themenbereiche einen Einstieg in das Thema E-Learning:

  1. Allgemeines Verständnis von E-Learning: Was ist alles unter E-Learning zu verstehen, welche verschiedenen Formen gibt es und welche Faktoren sind zu beachten, um einen Mehrwert gegenüber traditioneller Lehre zu erzielen? Neben den begrifflichen Grundlagen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die „Neuen Medien“ effektiv in der eigenen Lehre eingesetzt werden können.
  2. Einblick in die medientechnischen Angebote: Wie funktionieren Lernplattformen (insbes. ILIAS), Forum, Wiki, E-Lectures oder Web Based Trainings (WBTs)? Wie können diese Instrumente in der Lehre eingesetzt werden?
  3. Chancen und Risiken von E-Learning: Wann funktioniert E-Learning als Unterstützung der didaktischen Methoden sinnvoll? Welche Trends und Hypes gibt es? Was muss beim Urheberrecht bedacht werden?
  4. E-Learning praktisch anwenden: An konkreten Beispielen wird der mögliche Mehrwert von E-Learning-Elementen für die Qualität der Lehre aufgezeigt und im Hinblick auf potenzielle Probleme kritisch diskutiert. In Kleingruppen werden eigene E-Learning-Konzepte erarbeitet, die im folgenden Semester umgesetzt werden können.“

Intendierte Lernergebnisse:

Die Teilnehmenden sind in der Lage,

  1. die Grundelemente des E-Learnings und deren didaktische Einsatzmöglichkeiten zu benennen.
  2. den Mehrwert des E-Learning-Einsatzes in Bezug auf die eigene Lehrveranstaltung zu identifizieren.
  3. die gängigsten medientechnischen Angebote zu benennen.
  4. ausgewählte E-Learning-Tools in der Lernplattform ILIAS in eigenen Lehrsituationen anzuwenden.

Anmeldung

Eine Anmeldung für die Kurse ist auf den Seiten des HDM möglich.

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Ein Gedanke zu “Hochschuldidaktik-Workshops

  1. Pingback: Artikel zu digitaler Barrierefreiheit erschienen | Antje bloggt:

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